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Malteser in Überlingen

Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen für Konstanzer Malteser Michael Norgauer

20.11.2018
Innenminister Strobel übergibt die Urkunde an Michael Norgauer

Konstanz. „Baden-Württemberg hat einen ganz starken Bevölkerungsschutz – mit hoch engagierten ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern,“ sagte Innenminister Thomas Strobl bei der zweiten Verleihung des Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichens  am vergangenen Samstag in Stuttgart. Einer von Ihnen ist der Konstanzer Stadtbeauftragte des Malteser Hilfsdienstes, Michael Norgauer.

Seit 1980 ist Michael Norgauer beim Malteser Hilfsdienst. Begonnen hat er als Jugendlicher nach einem Erste-Hilfe Kurs, wurde dann im Katastrophenschutz als Gruppenführer, Zugführer und Verbandsführer tätig und übernahm später die Leitung dieses Referats in Konstanz. Seit 2012 steht er der Konstanzer Gliederung als Stadtbeauftragter vor. „In Erinnerung bleiben natürlich die großen Dienste, an denen man im Laufe von fast 40 Jahren teilgenommen hat,“ erzählt Michael Norgauer, „dabei sind es oft die kleinen Begegnungen, die mich für die Malteser begeistern.“ So kann er sich gut an seinen ersten Dienst beim Katholikentag in Düsseldorf 1982 erinnern oder den Papst-Besuch in Freiburg. Derzeit arbeitet er an einem Projekt, das ihm sehr am Herzen liegt: Die Konstanzer Malteser möchten mit dem „Herzenswunsch-Krankenwagen“ todkranken Menschen einen letzten Wunsch erfüllen. Bei vielen großen Einsätzen war und ist Michael Norgauer in der Einsatzleitung tätig, seine Kompetenz wird auch über die Grenzen der Malteser hinaus bereichsübergreifend geschätzt, so gehört er auch dem Führungsstab im Landkreis Konstanz als Fachberater an.

„Sie gehörten zu den Initiatoren der Verbandsführerausbildung der Malteser in Baden-Württemberg und haben früh erkannt, dass es im Krisenfall nicht reicht, nur bis zum eigenen Tellerrand zu schauen“ so Innenminister Strobl: „Menschen wie Sie sind es, die den Bevölkerungsschutz in unserem Land so schlagkräftig machen.“

Malteser im Bevölkerungsschutz – eine Säule der Gesellschaft

Fast 900 Malteser Helferinnen und Helfer stehen in Baden-Württemberg in 17 Stadt- und Landkreisen in ehrenamtlichen Einsatzeinheiten in Bereitschaft und können bei größeren Schadenslagen wie beispielsweise Massenkarambolagen, Schneesturm oder Überschwemmungen zum Schutz der Bevölkerung eingesetzt werden. Sie wirken im Rahmen der öffentlichen Gefahrenabwehr im Katastrophenschutz der Länder und des Bundes mit und sind zur Stelle, wenn die Kräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr nicht ausreichen. Bund und Länder unterstützen diese Arbeit im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz materiell und fördern die Einsatzfähigkeit mit einem finanziellen Beitrag. Zusammen mit den Behörden bilden die Malteser eine bewährte Partnerschaft zum Schutz der Bevölkerung bei außergewöhnlichen Ereignissen.

Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen

Zur Anerkennung und Würdigung von besonderen Verdiensten um den Bevölkerungsschutz hat der Innenminister des Landes Baden-Württemberg ein Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen gestiftet. Die Ehrung wird an Personen vergeben, die sich in besonderer Weise um den Bevölkerungsschutz verdient gemacht haben oder die besonders mutiges und entschlossenes Verhalten im Bevölkerungsschutzeinsatz gezeigt haben. Das Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen kann an Angehörige der zur Mitwirkung im Bevölkerungsschutz des Landes Baden-Württemberg anerkannten Hilfsorganisationen, der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks sowie an Personen, die keiner der genannten Organisationen und Einrichtungen angehören, sich aber gleichwohl um den Bevölkerungsschutz im Land verdient gemacht haben, verliehen werden. Die Auszeichnung wird jährlich vergeben und ist auf eine Zahl von 20 pro Jahr limitiert. Vorschläge für die Vergabe der Auszeichnung können von den Landesverbänden der im Bevölkerungsschutz des Landes Baden-Württemberg mitwirkenden Hilfsorganisationen, dem Landesfeuerwehrverband, den Katastrophenschutzbehörden und den Städten und Gemeinden eingereicht werden. Die Entscheidung über die Verleihung der Auszeichnung trifft der Innenminister. (Quelle: www.im.baden-wuerttemberg.de)

Foto: Innenministerium Baden-Württemberg

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